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Lastschriftverfahren:  alles über ELV online & offline


Will ein Kontoinhaber  über sein Konto Lastschriften einziehen lassen, so muss er zuerst mit seiner  Bank eine Inkassovereinbarung abschließen. Einen bequemeren Weg stellt hingegen die Lastschriftvereinbarung über ein EC-Terminal dar, bei der im Vergleich zur PIN-basierten  Zahlung mit EC-Karte keine Betragsbeschränkung gilt. Etablierte  Standards beim Lastschriftverfahren über das EC-Terminal sind wiederum das ELV  sowie das ELV online bzw. OLV. Wir erklären Ihnen als Händler alles Wichtige zu den Unterschieden der einzelnen Bezahlverfahren.


ELV (Elektronisches  Lastschriftverfahren) online oder offline (im Jahre 1984 eingeführt)


Das ELV online (auch  OLV genannt) wird mit jeder Zahlung online bei einem Netzbetreiber mit einer  bundesweiten Sperrliste verglichen und über die sogenannten Scoring-Parameter  geprüft. Dies ermöglicht  es, vorliegende Sperrinformationen abzurufen und zu prüfen. Eine Zahlung im OLV  wird im Falle einer Kartensperrung oder ausstehenden Rücklastschrift dadurch  abgelehnt.
Bei ELV offline wird hingegen  auf eine aktuelle Verbindung und Prüfung verzichtet – somit ist es für Händler  eine günstige Methode. Hierbei  werden alle Zahlungen im Kartengerät gespeichert und erst mit dem Kassenschnitt  an ein Rechenzentrum übertragen.
Von dem Magnetstreifen  bzw. dem Chip werden bei allen EC-Cash-Zahlverfahren vom Terminal nur die  Kontonummer und die Bankleitzahl sowie die Kartennummer ausgelesen. Abweichend  zum EC-Cash-Verfahren mit PIN-Eingabe am Terminal erlaubt der Kunde mit seiner  Unterschrift eine Lastschrift mit Einzugsermächtigung.


ELV: Hintergründe zu Rücklastschriften


Gegen eventuelle  Rücklastschriften kann ein kostenpflichtiger Vertrag über einen  Forderungsankauf abgeschlossen werden. Im Gegensatz zum abgeschafften  POZ-Verfahren (Point of Sale ohne Zahlungsgarantie – dort willigte der Kunde in  die Herausgabe der Kundendaten ein, seit Ende 2006 abgeschafft) ist das  Kreditinstitut des Karteninhabers bei Zahlungsausfällen jedoch nicht  verpflichtet, Name und Adresse des Karteninhabers an den einreichenden Händler  weiterzugeben. Dies stellt somit wieder ein erhöhtes Ausfallrisiko für den  Händler dar.


Unterschiede für Händler bei der Bezahlung mit Debit- bzw. EC-Karte


Um ihren Kunden die Möglichkeit anbieten zu können,  mit einer sogenannten Debitkarte (EC-Karte) zu bezahlen, benötigen Händler ein entsprechendes EC-Terminal und einen Netzbetreiber, der die Zahlungseingänge  regelt. Den gängigsten Weg bilden in Deutschland Terminals, die das  Zahlverfahren girocard unterstützen. Händler finden hier eine sichere und  kostengünstige Methode, da die Zahlung via PIN-Eingabe garantiert wird und nur  geringe Kosten anfallen. Als preisgünstige Bezahllösung hat sich ELV offline  etabliert. Jedoch wird die Deckung des Bankkontos Ihres Kunden nicht in  Echtzeit geprüft. Wenn Sie sich hingegen für ein EC-Terminal mit OLV bzw. ELV  online entscheiden, wird durch eine Echtzeitprüfung das Risiko minimiert, dass Sie Ihre Zahlung als Händler nicht erhalten.


Günstige Alternativen für kleine Beträge: kontaktlose Zahlung und GeldKarte


Als Alternativen zu PIN-basierten Bezahlmethoden und  ELV offline haben sich besonders bei kleineren Geldbeträgen zwei Zahlverfahren  etabliert, die ebenfalls über entsprechende EC-Terminals abgewickelt werden. Hier  sei die GeldKarte genannt, die im Vorfeld als Zahlungsmittel mit einem  entsprechenden Betrag an einem Geldautomaten aufgeladen wird. Einzelhändler wie  Kioskbesitzer, die kleinere Beträge kassieren, profitieren von einer  kundenfreundlichen, schnellen und sicheren Methode. Zunehmender Beliebtheit  erfreut sich darüber hinaus das kontaktlose Zahlen – girogo. Hierbei handelt es  sich um eine für Händler günstige und kundenfreundliche Alternative, um Beträge  bis zu 25 € zu begleichen. Dazu wird einfach im Geschäft die EC-Karte kurz an das Lesegerät gehalten – die Abbuchung erfolgt in Sekundenschnelle.


Ein EC-Kartenlesegerät rein für das  elektronische Lastschriftverfahren kaufen:


Wichtig zu wissen,  wenn Sie ein EC-Kartenlesegerät kaufen möchten: Ein EC-Cash-Terminal, das  ausschließlich das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) unterstützt,  benötigt keine Zertifizierung durch die Deutsche Kreditwirtschaft (DK).



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